Rechtliches · Stand Mai 2026

Allgemeine Geschäfts­bedingungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") regeln die Geschäftsbeziehung zwischen Laura Craciun, Reutstraße 9, 76597 Loffenau (nachfolgend „Anbieterin") und ihren Auftraggebern (nachfolgend „Kunde") für sämtliche Leistungen unter der Marke WebSecurity BW.

§ 1Geltungsbereich und Vertragspartner

  1. Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der Anbieterin und ihren Kunden über die Erbringung von Webseiten-Hygiene-Checks, DSGVO-Schnellprüfungen und damit verbundenen Beratungsleistungen.
  2. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
  3. Die Leistungen richten sich vorrangig an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Sofern Verbraucher gemäß § 13 BGB Leistungen in Anspruch nehmen, gelten ergänzend die Vorschriften zum Verbraucherschutz.

§ 2Vertragsgegenstand

  1. Gegenstand der Leistung ist die externe Prüfung öffentlich zugänglicher technischer und rechtlicher Eigenschaften einer vom Kunden benannten Website (nachfolgend „Hygiene-Check"). Geprüft werden insbesondere Sicherheits-Header, SSL/TLS-Konfiguration, sichtbare CMS-Komponenten, Cookie-Verhalten, Drittanbieter-Skripte sowie das Vorhandensein und der Inhalt von Impressum und Datenschutzerklärung.
  2. Der Hygiene-Check stellt keinen vollständigen Sicherheitsaudit, keine Penetrationsprüfung und keine Zertifizierung dar. Es findet kein Zugriff auf interne Systeme, Datenbanken, Quellcode oder Administrations­bereiche des Kunden statt.
  3. Das Ergebnis wird dem Kunden in Form eines schriftlichen Berichts (PDF) übergeben, der eine Ampel­bewertung, priorisierte Empfehlungen und ggf. Screenshots als Nachweis enthält.
Wichtiger Hinweis Der Hygiene-Check ersetzt nicht die rechtliche Beratung durch einen zugelassenen Rechtsanwalt und auch nicht die fachliche Sicherheitsprüfung durch einen zertifizierten IT-Sicherheits­auditor. Die Empfehlungen verstehen sich als Hinweise zur Eigenoptimierung.

§ 3Vertragsschluss

  1. Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern lädt zur Abgabe einer Anfrage ein.
  2. Mit Übermittlung des Kontaktformulars oder einer entsprechenden E-Mail gibt der Kunde eine unverbindliche Anfrage ab. Die Anbieterin antwortet innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung und einem konkreten Festpreis-Angebot.
  3. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot in Textform (E-Mail genügt) annimmt.
  4. Verbraucher haben gemäß § 312g BGB ein 14-tägiges Widerrufsrecht; die Belehrung wird mit dem Angebot übermittelt.

§ 4Leistungserbringung

  1. Die Anbieterin erbringt den Hygiene-Check innerhalb von fünf Werktagen nach Vertragsschluss, sofern nichts anderes vereinbart ist.
  2. Die Prüfung erfolgt ausschließlich auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen. Aktive Eingriffe in fremde Systeme finden ausdrücklich nicht statt.
  3. Soweit für eine vertiefte Prüfung Zugang zu Systemen erforderlich wäre (z. B. WordPress-Backend, Hosting-Konsole), kann der Kunde diesen freiwillig und auf eigene Verantwortung gewähren. Eine entsprechende Vereinbarung wird gesondert in Textform geschlossen.

§ 5Vergütung und Zahlung

  1. Die Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Festpreis-Angebot. Standard-Tarife (Basic, Standard, Komplett) sind auf der Website veröffentlicht.
  2. Gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmer­regelung) wird keine Umsatzsteuer berechnet. Die genannten Preise sind Endpreise.
  3. Die Vergütung ist nach Übergabe des Berichts innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugs­zinsen.
  4. Der Erstcheck (Live-Demonstration auf der Website) ist kostenlos und unverbindlich.

§ 6Mitwirkungspflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt sicher, dass er Inhaber oder Betreiber der zu prüfenden Website ist oder über eine entsprechende Erlaubnis verfügt. Mit Erteilung des Auftrags versichert er dies ausdrücklich.
  2. Der Kunde benennt einen Ansprechpartner für Rückfragen und reagiert auf Anfragen der Anbieterin innerhalb angemessener Frist.
  3. Verzögerungen durch fehlende Mitwirkung gehen nicht zu Lasten der Anbieterin.

§ 7Haftungsbeschränkung

Bitte aufmerksam lesen — wesentliche Vertragsbestimmung Dieser Paragraph regelt die Haftung der Anbieterin und ist daher von zentraler Bedeutung.
  1. Der Hygiene-Check stellt keinen vollständigen Sicherheitsaudit dar. Eine Garantie für die vollständige Erfassung sämtlicher Sicherheits- oder Compliance-Risiken wird ausdrücklich nicht übernommen.
  2. Die Empfehlungen basieren ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Informationen ohne Tiefenscan der Systeme des Kunden. Risiken, die nur durch internen Zugriff erkennbar wären, können naturgemäß nicht erfasst werden.
  3. Die Haftung der Anbieterin für Schäden ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und nur in Höhe des vertragstypischen, vorhersehbaren Schadens — insgesamt jedoch maximal in Höhe der jeweiligen Auftragssumme, höchstens jedoch 400 Euro pro Schadensereignis.
  4. Es wird keine Garantie für die DSGVO-Konformität der geprüften Website nach Durchführung des Hygiene-Checks übernommen. Eine vollständige Bewertung der DSGVO-Konformität setzt eine umfassende rechtliche Prüfung durch einen zugelassenen Rechtsanwalt voraus.
  5. Die vorstehenden Beschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei Übernahme einer ausdrücklichen Garantie.
  6. Schadens­ersatzansprüche des Kunden verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungs­beginn, sofern nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

§ 8Vertraulichkeit

  1. Die Anbieterin behandelt sämtliche im Rahmen des Auftrags erlangten Informationen vertraulich und gibt sie nicht an Dritte weiter, sofern dies nicht zur Vertragserfüllung erforderlich ist oder eine gesetzliche Verpflichtung besteht.
  2. Anonymisierte Auszüge aus durchgeführten Audits dürfen für Marketing- und Anschauungs­zwecke verwendet werden, sofern keine Rückschlüsse auf den Kunden möglich sind.

§ 9Kündigung

  1. Einmalige Aufträge enden mit Übergabe des Berichts und Zahlung der Vergütung.
  2. Laufende Beratungsleistungen oder Monitoring-Pakete können von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende in Textform gekündigt werden, sofern nichts anderes vereinbart ist.
  3. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 10Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist — soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist — Rastatt.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
  4. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform.

Stand: Mai 2026

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